Vereinshistorie

Gründung SV Grefrath 1910 e.V.

Der SV Grefrath 1910 e.V. wurde am 14. Oktober 1910 mit einem Mitgliederbestand von 9 Mann gegründet. Der erste Vorstand des Vereins, der am offiziellen Gründungstag aus dem kleinen Mitgliederbestand hervorging, setzte sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Alfred Levy
Schriftführer: Heinrich Peeters
Kassierer: Matthias Backes
Spielführer: Otto Siller
Zeugwart: Theo Strux

Der Zeugwart war in diesem Fall automatisch als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Dies war dem Umstand zu verdanken, dass in der Anfangszeit nicht selten die Anzahl der Vorstandsmitgleider die Zahl der übrigen Mitglieder überstieg.

Die Vereinsfarben rot/schwarz und damit die des Fußballtrikots wurden festgelegt:
- roter Sweater
- schwarze Hose
- lange, bis zu den Knien reichende dunkle Strümpfe.

Erst in der Saison 1921/22 wurden die Vereinsfarben in Blau/Weiss abgeändert, um mit diesen freundlichen Farben ein Zukunftssymbol für die Jugend zu setzen.

Bis 1920 wurden Spiele und Wettbewerbe gegen andere Vereine frei organisiert. Die dringlichste Frage für die Zukunft und einen erfolgreichen Sportbetrieb war der Anschluß an einen Sportverband. Die Vereine der Nachbarorte Lobberich, Kaldenkirchen und Oedt nahmen schon an Meisterschaftsspielen des Westdeutschen Spielverbandes teil. Immer schwerer wurde es, Spiele mit anderen Vereinen abzuschließen. Der Beitgritt zum Westdeutschen Fußballverband bzw. dem Oberorgan des Deutschen Fußballbundes (DFB) im Dezember 1920 war daher notwendig um am regulären Meisterschaftsbetrieb teilzunehmen.

 

Die Wiedergeburt des SVG nach dem I. Weltkrieg

 In Grefrath dauerte es relativ lange, bis sich die „alten“ Fußballpioniere wider aufrafften als verein wieder tätig zu werden. Die Wirren und schmerzlichen Verluste des Weltkrieges ließen den Spielbetrieb ruhen. Man fand sich hier und da zusammen um auf privater Basis in Vinkrath, wo eine Fußballmannschaft auf einer Viehweide mit in Infanteriestiefeln dem Ball nachjagte. Im Sommer 1920 fand eine Wiedergründungsversammlung im Vereinslokal Carl Schmitz (heute Fürst Blücher) statt. Es war die erste wichtige Aufgabe des Vorstandes einen neuen Sportplatz zu finden. Nach Verhandlungen mit dem Gastwirt Heinrich Wolters wurde dem Verein ein Gelände von 50 x 78 Metern am sogenannten Nordkanal auf Mietbasis übernommen. Um am regulären Spielbetrieb des WSV teilzunehmen musste der Sportplatz um 15 Meter Länge und 6 Meter Breite ausgebaut werden. In den neuen Vereinsfarben Blau-Weiß startete der SV Grefrath in der Meisterschaftsrunde 1921/22 in der C-Klasse.

 

Die 30er Jahre

Anfang der 30er Jahre wurde die Jugendarbeit unter der Leitung von Georg Pauls und Kurt Baum wieder aktiviert. Kurt Baum wurde 1931 zum 1.Vorsitzenden gewählt und unter seiner Führung das „Goldene Buch“ geschaffen als auch die blau-weiße Fahne als Vereinssymbol angeschafft. Die politischen Veränderungen 1933 mit der Machtübernahme Adolf Hitler gingen nicht spurlos an den Grefrather Vereinen vorbei. Die Gleichschaltung der Verbände und Vereine mit dem Ziel der Unterordnung in die nationalsozialistische Bewegung, führte am 1. September 1933 zum Zusammenschluss mit der Turnerschaft Grefrath. Damit glaubte man, dass „in dem neuen Verein ganz ersprießliche Arbeit für die Jugend- und Köperpflege im Sinne des Führers Adolf Hitler geleistet zu haben“. Dieser nicht freiwillige Zusammenschluss führte nach vielen Querelen am 28.August 1934 wieder zur Trennung beider Vereine. Das sportliche Leben entwickelte sich mit Jugend- und Seniorenmeisterschaften positiv und wurde mit dem Kriegsausbruch 1939 fast beendet. Im Jahr 1942 ging nichts mehr und der Spielbetrieb wurde eingestellt.

 

Wiederbeginn nach dem II. Weltkrieg

Als am 8.Mai 1945 Hitlerdeutschland kapitulierte begann die Stunde NULL für den Wiederaufbau in allen Bereichen. Die nie erloschene Fußballbegeisterung schaffte es das SVG Vereinsschiff wieder flott zu machen. Die ersten Spiele kamen durch lose Vereinbarungen der ehemaligen Spieler zustande. Der Fußballverband war noch nicht organisiert. Es fehlte an Schuhen, Bällen, Ausrüstungen – Improvisation war angesagt. Im Mai 1946 stellte die Gemeinde den Sportplatz am Nordkanal wieder zur Verfügung. Nach erheblichen Renovierungsarbeiten (Speck und Wust gegen Material) konnte im Oktober 1946 der Spielbetrieb am Sportplatz aufgenommen werden. Nach der Wiederherstellung der Anlage 1946 hatte man versucht den lehmartigen Boden mit Rasen zu bepflanzen. Das Ergebnis war gleich Null. Die Belastungen des Bodens durch Lagerung von Kriegsmaterial hatten den Boden so verdichtet, dass an Rasen nicht zu denken war. Der Vorstand unter Josef Stieger erarbeitete zusammen mit dem Gemeindedirektor Dr. Josef Müllenbusch ein Konzept zur Herstellung eines komplett neuen Platzes. Für die damals riesige Investitionssumme von 50.000 DM begannen Januar 1949 die Bauarbeiten. Mit Muskelkraft der Mitglieder wurde der Nordkanal am 6.November 1949 eröffnet. Große sportliche Erfolge, wie der Gewinn des „Goldenen Fußball“ am 20 Juni 1957 oder der Aufstieg der I. Mannschaft in die Landesliga in der Saison 57/58 (Klasse von 1959 – 1966) schlossen sich an.

 

Sportplatzbau 2007

Für den Sportplatz am Nordkanal war Ende der 90er Jahre das Ende erreicht. Der Aschenplatz von 1949 und die Kabinen waren nicht mehr zeitgemäß. Erst recht nachdem 1999 festgestellt wurde, dass der Platz mit dem Giftstoff Dioxin belastet war. Der Ruf einer neuen Anlage wurde immer stärker. Im Jahr 2000 wurde von der Gemeinde ein Planungsauftrag für eine neue Anlage vergeben. Endlich rollten im July 2006 die Bagger an der neuen Sportstätte auf dem Heidefeld an. Wie 1946 und 1949 krempelten die Mitglieder die Ärmel hoch und leisteten mehr als 3000 freiwillige Arbeitsstunden. Bei strahlendem Sonnenschein war es am 12.August 2007 soweit: die neue Anlage (1 Aschen- und ein Rasenplatz) „Auf dem Heidefeld“ wurde feierlich von Pfarrer Johannes Quadflieg eingeweiht.

 

Kunstrasenprojekt 2015

Im September 2009 bestätigte sich für den SuS Vinkrath, dass der Verpächter des Sportplatzes nicht bereit war den Pachtvertrag über 2015 hinaus zu verlängern. Damit stellte sich für den SuS die Existenzfrage wie es nach dem 31.12.2015 ohne eigene Anlage weitergehen soll. Die Fragestellung für die Politik war also Neubau oder Mitbenutzung der SV Anlage „Auf dem Heidefeld“. SuS und SV tendierten zu einer gemeinsamen Nutzung allerdings unter der Voraussetzung, dass der Aschenplatz durch einen Kunstrasenplatz ersetzt wird. Andernfalls würden durch die Belastung des Trainings- und Spielbetriebes bald der Aschenplatz ein Sanierungsfall sein. Kommunaler Wahlkampf und ausgereizter Haushalt machten aus dem Ansinnen lange eine aufgeheizte Diskussion. Letztlich endschied sich die Gemeinde Grefrath für die Umwandlung des Aschenplatzes in einen Kunstrasenplatz. An den Investitionskosten von 349.000€ beteiligten sich beide Vereine mit insgesamt 31.000€. An einem sonnigen Sonntag, den 11. Oktober 2015 wurde der Kunstrasenplatz den beiden Vereinen von der Gemeinde übergeben.

  

Fusion SV Grefrath 1910 e.V. und SuS Vinkrath 1924 e.V.

In den 70er und 80er Jahre wurden auf Vorstandsebene mehrere Versuche gestartet miteinander ins Gespräch zu kommen. Abgebrochen wurden diese Tastversuche aus unterschiedlichen Gründen. Konkret wurde der Fusionsgedanke am 5.April 2006 in der Beschlussfassung der SV Grefrath Jahreshautversammlung. Der SV Vorstand wurde ermächtigt mit dem SuS Vinkrath die Fusion beider Vereine zu unterstützen. Kurz nach öffentlichem Bekanntwerden stieg auch Borussia Oedt in die Verhandlungen mit ein. Aus 3 Grefrather Fußballvereinen sollte nun die Neugründung eines Großvereins „Spiel- und Sportverein Borussia Grefrath 1909 e.V.“  mit 900 Mitgliedern werden. Satzung, Verschmelzungsbericht, Besetzung des Vorstandes sowie sportliche Einteilung der Jugend- und Seniorenmannschaften – alles war vorbereitet. Dann platze die Bombe. Unstimmigkeiten in der finalen Phase ließen auch diesen Versuch im März 2007 scheitern.  Der SuS Vinkrath und Borussia Oedt gingen danach in Fusionsgespräche, die im gleichen Ergebnis mündeten. Die Zeit war noch nicht reif. Im Jahr 2015, also 8 Jahre später ging es mit positivem Votum der Mitgliederversammlungen erneut in die Sondierungsgespräche zwischen dem SV Grefrath und SuS Vinkrath. Begünstigt wurde die konstruktive Zusammenarbeit sicherlich aufgrund der gemeinsamen Nutzung der Sportanlage „Auf dem Heidefeld“. Mit der Fusionsvereinbarung vom 30.1.2017 bekundeten beide Vereine den Fusionswillen. Den inhaltlichen Vereinbarungen stimmten die jeweiligen Mitgliederversammlungen zu, sodass am 8.4.2017 der Verschmelzungsantrag an den Fußballverband Niederrhein gestellt wurde. Aus dem SV Grefrath 1910 e.V. und SuS Vinkrath 1924 e.V. ging der neue Verein „Spiel- und Sportverein Grefrath 1910 / 24 e.V.“ hervor.

 

Die Vorsitzenden des Vereins von 1910 bis heute

1910 - 1912   Alfred Levy
1912 - 1913   Theo Strux
1913 - 1918   Otto Siller
1920 - 1923   Jacob Planken
1923 - 1927   Willi Mäurers
1927 - 1930   Heinrich Heizer
1930 - 1931   Georg Pauls
1931 - 1933   Kurt Baums
1933 - 1935   Heinrich Peeters
1935 - 1937   Ehrhardt Mayr
1937 - 1946   Heinrich Heizer
1947              Johannes Wiemers  
1947 - 1951   Josef Stieger
1951 - 1952   Conrad Schmitz
1952 - 1953   Hans Hüser
1953 - 1956   Heinrich Heizer
1956 - 1963   Heinz Simons
1964 - 1967   Hans Harmes
1967 - 1970   Johannes Allen
1970 - 1972   Hans Hüser
1972 - 1974   Theo Hermanns
1974 - 1977   Josef Fabri
1977 - 1981   Josef Fonken
1981 - 1983   Manfred Baum
1983              Dieter Westphal
1983 - 2007   Manfred Lommetz
2007              Bernhard Lommetz

Sponsoren

Anschrift

Sportplatz Grefrath:

SSV Grefrath 1910/24 e.V.
Heide 11
47929 Grefrath

0176-43676928 (Geschäftsführer Dirk Eckers)

Tel.: 02158/404074 (Clubheim)

Luftaufnahme

 

 

 

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